Ginnheimer Blättche aktuell, Ausgabe Nr. 15 - April 2003 bis Herbst 2003 I zurück

Der Quartiersmanager

Projekt Soziale Soziale Stadt in der Platensiedlung

Wenn in der Franz-Kafka-Strasse der Rasen neu eingesät, in der Paquetstrasse ein Treffen zwischen streitenden Nachbarn arrangiert wird, in der Stefan-Zweig-Strasse die Müllcontainer kontrolliert, beim Spielplatzbau Ideen der Bewohner berücksichtigt werden ... dann dient das der Zufriedenheit der Leute in den ehemaligen US-amerikanischen Siedlungen und damit auch dem Zusammenleben mit dem „alten“ Ginnheim.

Solche Dinge kann der Quartiersmanager anregen oder „in die Gänge bringen“. Er ist Vermittler zwischen (teils recht starren) Fronten, nicht „Siedlungskontrolletti“. Damit so verschiedene Kulturen wie Alteingesessene und Zugezogene zum gegenseitigen Verstehen bereit sind, braucht es Fingerspitzengefühl und Engagement.

Dem ist zu verdanken, dass es jetzt alle 4 Wochen Kinderkino gibt, abwechselnd in der Platenstrasse/Caritas-KT, KT 136/Stefan-Zweig- und Zauberwürfel Paquetstrasse. Da schauen sich 60-80 Kids gute Filme an, zu einem Kostenbeitrag von nur 1 €. Programme gibt’s bei den KTs und hängen in Geschäften aus.

Ein Netzwerk Nachbarschaft aus der Franz-Werfel-Strasse trifft sich alle 4 Wochen Samstags bei Martin Müller und sucht Konfliktlösungen, z.B. auch ein Belohnungssystem für Mülltrennung. Dauerthema Abfall: Es gibt tatsächlich Mitbürger/-innen, die von aussen kommen und in der Siedlung ihren Müll abladen.

Die Ginnheimer Agenda-Gruppe regt Bolz- und Basketballplätze an für die Freifläche an der Platenstrasse, zwischen KT und Zarakali-Kinderzirkus. Verbliebene Restflächen könnten als Familienpark mit Sportangebot gestaltet werden. Es gibt heute in den Siedlungen mehr Kinder als vor 2 Jahren. Wenn die alle zwischen den Häusern spielen, kann Ärger nicht ausbleiben. Der einzige Kinderzirkus Frankfurts, Zarakali, kam auch auf Anregung vom Quartiersmanager nach Ginnheim.

Elf ehrenamtliche Bewohner werden als nachbarschaftliche Konfliktvermittler geschult und stehen ab Frühjahr 2003 und für die Zeit nach Auslauf des Ginnheimer Projekts „soziale Stadt“ zur Verfügung. Motto: Mit den Leuten, für die Leute. Clearingstelle ist Herr Müller,
Tel. 95 20 39 51, mail: martin.mueller@internationaler-bund.de.

Jeden Dienstag, 15-17 Uhr, berät die ehrenamtlich tätige Sozialarbeiterin Frau Wunn im Projektbüro Franz-Werfel-Str. 37 zu sozialen Fragen im Vorfeld der Sozialhilfe.

Gelöste Konflikte bedeuten weniger Leerstand, freundlichere Nachbarschaft, weniger Ärger. Die Vermietergesellschaft ABG ist heute offen für Anregungen; eine finanzielle Beteiligung am Projekt Quartiersmanagement wäre wünschenswert.

Martin Müller hat auch federführend die Organisation fürs

Stadtteilfest am Samstag, 14.6.2003,
14 – 20 Uhr in der Stefan-Zweig-Strasse

übernommen im Stadtteilarbeitskreis, der über das Nachbarschaftszentrum erreichbar ist.

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