Ginnheimer Blättche aktuell, Ausgabe Nr. 19 - Ostern 2005 bis November 2005 I zurück

Mauersegler, Akrobaten der Lüfte

Wer hat ihnen nicht schon einmal bewundernd zugese-hen, wie sie in halsbrecherischem Tempo um unsere Häuser fliegen? Ihre hellen Töne sind uns allen vertraut, und wir wissen: jetzt sind sie auf Insektenjagd. Aber was wissen wir sonst noch über diese Mauersegler?

Sie ernähren sich nicht nur in der Luft, sie schlafen auch dort. Man hat sie beobachtet, wie sie in bis zu 3.000 Metern Höhe mit ausgebreiteten Flügeln, die Thermik nut-zend, die Nacht verbringen. Entfernen sie sich dabei von ihrem Standort, finden sie morgens problemlos dorthin zurück.

Allerdings haben sie es in der heutigen Zeit mit der Familienplanung nicht leicht. Dazu brauchen Sie nämlich Höhlen im Mauerwerk, und die sind, wie man sich denken kann, nicht mehr so einfach zu finden. So sind die Mauersegler auf alles angewiesen, was sich an unseren Häu-sern so bietet. Da gibt es oft Plätze, die als Kinderstube für die Heranwachsenden ihre Tücken haben!

Landet so ein kleiner Bruchpilot auf der Erde, ist er schlimm dran, denn Mauerseglermütter können nicht am Boden füttern. Wenn man also irgendwo einen jämmer-lich piepsenden, kleinen grauen Vogel mit hellen Streifen an den Flügelenden findet, muss man ihn in Sicherheit bringen, sonst ist er verloren! Er muss in ein Kästchen mit etwas Wärmendem – und dann so schnell wie möglich zur Mauerseglerstation. Dort wird der kleine Kerl sachkundig und liebevoll aufgepäppelt und zu gegebener Zeit in sein luftiges Element entlassen.

E. Adelmann

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