Ginnheimer Blättche aktuell, Ausgabe Nr. 25 - Ostern 2008 bis Dezember 2008 zurück

Blau-Gelb im Niddatal

Alles ändert sich und doch geht's weiter! Die ehemals "Deutsche Bundespost" hatte im Jahr 2000 die Förderung des Breitensports eingestellt. Das von Gelb zu Magenta mutierte Unternehmen entschied sich für Spitzensport - mit teils wenig werbeträchtigem Ergebnis. Für das 52 ha große Gelände und die Gebäude musste Blau-Gelb nun selbst aufkommen. Die finanziellen Folgen wurden damals von der Vereinsführung nicht erkannt. Ein gewaltiges Loch in der Kasse brachte den Sportverein an den Rand des Ruins.

Von seinerzeit ca. 1.700 Mitgliedern gehören heute noch ca. 1.200 zu Blau-Gelb Frankfurt e.V., darunter auch Jugendliche aus 30 Nationen, die - selbst wenn im Herkunftsland verfeindet - einträchtig für sportliche Erfolge trainieren. Unter dem neu gewählten Vorstand Peter-Erwin Jansen, Arno Kaube und Klaus Grätz gewöhnt man sich langsam an veränderte Strukturen. Eine Sonderzahlung von fünfzig Euro wurde von den meisten Mitgliedern mitgetragen. Nun geht es bergauf.Selbst Hand anlegen ist angesagt: Reinigungs- und Pflegearbeiten auf dem Gelände gehören nun genauso zum Sport wie Leichtathletik, Fußball, Basketball, Tischtennis, Lauftreff und all die anderen Sparten. Sparen ist eine weitere Disziplin: Wasser- und Energieverbrauch wurden um 20 % reduziert. Eine energetische Sanierung der Sanitärtrakte steht an, Ziel ist ein neues Problembewusstsein und weitere Sparerfolge. Sportflächen werden ökonomisch mit anderen Vereinen gemeinsam genutzt. Immerhin zahlt Blau-Gelb Frankfurt e.V. im Jahr ca. € 30.000 für Sporthallenmiete an die Stadt Frankfurt.

Die Übungsleiter sparen Reinigungskosten und achten selbst auf Sauberkeit.Für den neuen Schwerpunkt Gesundheitssport wurde ein Sporttherapeut eingestellt, der auch mit Krankenkassen abrechnen kann. Die Blau-Gelb Gaststätte erwirbt der langjährige Wirt, stellt dem Verein aber weiterhin Übungsraum und Kegelbahnen zur Verfügung.Aus Kostengründen löste der Verein Ende 2007 seine Tennisabteilung auf. Die unabhängige neu gegründete TC Niddapark GmbH erwarb die Anlage. Unter ihrem Dach gründete sich der Tennisverein TC Niddapark und stellte mit einem jungen, dynamischen Tennislehrer ein neues Konzept vor. Der umwarb mit eigener Tennisschule die Tennisspieler von Blau-Gelb und bemüht sich um neue Mitglieder. Die sportlichen und finanziellen Erfolge werden am Samstag, 23. August, ab 10 Uhr bis in den späten Abend mit einem Sommerfest gehörig gefeiert: 2 Live-Bands, 5-km-Lauf, AFC Universe (Nachfolgeverein der Frankfurt Galaxy), Schautennis, Spielmobil, Tombola und Cheerleader der Frankfurt Universe und vieles mehr sind angesagt. Wert legt Peter-Erwin Jansen auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den drei Vereinen im Niddapark. AFC Universe, TC Niddapark und Blau-Gelb haben eine Kooperation verabredet, die den Mitgliedern der Vereine gegenseitige Vergünstigungen bringt.

Ginnheim erhält einen neuen sportlichen Schwerpunkt im Niddapark.Für den erwarteten Andrang und die zukünftig verdichtete Nutzung der Sportflächen werden die Kfz-Parkplätze im Landschafts- und Wasserschutzgebiet kaum reichen. Die U-Bahn Station Niddapark ist leider nur etwas für abgehärtete ÖPNV-Freunde. Hier sind Stadt und Ortsbeirat gefordert.

Mit Peter-Erwin Jansen sprach Freya Linder 

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